Dienstag, 6. Dezember 2011

Rezension: Fragt mal Alice

FRAGT MAL ALICE stützt sich auf das Tagebuch einer Fünfzehnjährigen, die Drogen nahm.
Es ist keine definitive Aussage über die Drogenszene der Teenager aus der Mittelschicht. Es bietet keine Lösungen an.
Es ist vielmehr ein ganz persönlicher und spezifischer Bericht. Als solcher wird er, wie wir hoffen, Einsichten vermitteln in die ständig komplizierter werdende Welt, in der wir leben.
Namen, Ort, Zeit und bestimmte Ereignisse wurden auf Wunsch der Betroffenen geändert.  Die Herausgeber


>>Durch Alices Tagebuch habe ich verstanden, was es heißt, in einem Teufelskreis zu stecken, und ich glaube, Alices traurige Geschichte hat mich auch vor schlechten Erfahrungen bewahrt. Deshalb: Wenn ihr Fragen zum Thema Drogen habt, fragt Alice.<< Sonja, Brigitte Young Miss


Produktinformationen:
ROMAN
Autor/in: ANONYM
Verlag: dtv junior
Die neuere Auflage erschien im Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis: 9.90 DM 
Die neuere Auflage kostet 5,95€
ISBN: 3-423-07840-5
Die Originalausgabe erschien unter dem Titel >>Go Ask Alice<<
bei Prentice-Hall, Inc., Englewood Cliffs, New Jersey, USA.


Inhalt:
Die fünfzehnjährige Alice vertraut ihrem Tagebuch die täglichen Sorgen und Nöte an. Als sie jedoch auf einer Party zufällig an Rauschgift gerät, wird das Tagebuch zu einem erschütternden Dokument des verzweifelten Kampfes gegen ihre Drogenabhängigkeit. Ahnt Alice, dass das Nichtloskommen vom rauschhaften Drogengenuss für sie mit dem Tod enden wird? Sucht sie ihn sogar oder hat sie bereits das Gefühl für die gefährliche Grenzüberschreitung verloren?

Cover:
Das etwas ältere Cover, das ich besitze, finde ich jetzt nicht gerade spektakulär. Es hat sehr viele Farben, sieht aber so aus, als hätte ein Künstler einen kleinen Wutanfall bekommen. Zudem sagt mir das Cover auch nichts über das Buch aus. Es ist zwar ein etwas trauriges Mädchen abgebildet, dass demnach Alice darstellen soll, aber mir erzählt das Cover nicht, um was es in diesem Buch eigentlich geht. Ich finde ein Cover muss einem sofort ins Auge springen und schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die Geschichte geben.

Die Charaktere:
In diesem Fall ist es nur die Protagonistin die zählt. Nämlich Alice. Da man ja ihr Tagebuch liest und keine Konversationen oder Erlebnisse mit den Menschen um sie herum miterlebt, könnte man so sagen, dass dieses Buch, nur aus einem Menschen besteht. Durch das ewige Tagebuchschreiben, bekommt man einen großen Einblick in ihr Inneres und versteht sofort, was Alice fühlt. Anfangs ist sie einfach nur ein stinknormales Mädchen. Doch sehr schnell verändert sich alles in ihrem Leben und zwar nur durch den Einfluss von Drogen.

Meine Meinung:
Wie gesagt ist >>Fragt mal Alice<< ein Tagebuch eines Mädchens, dass sehr schnell in die Drogenszene geraten ist. In ihr Tagebuch schreibt sie alles hinein was ihr passiert ist, wie sie sich gerade fühlt und was sie sich wünscht. Sie macht zwar keine regelmäßigen Einträge und manchmal steht auch kein Datum, sondern nur ein ? darüber, doch trotzdem kommt man ziemlich gut mit und versteht den Sinn. Da dieses Buch aber auch wie ein richtiges Tagebuch geschrieben ist, bin ich immer wieder aus der Geschichte geworfen worden. Ein Tagebucheintrag ist gerade mal ein paar Zeilen bis 2-3 Seiten lang. Also nur sehr wenig Zeit, um wirklich in die Geschichte hinein zu finden. Dadurch habe ich auch immer wieder die Lust daran verloren und hatte öfters mal eine Leseflaute, die bis zu 2-3 Tage ging. *schäm* Bei gerade mal 200 Seiten etwas, wo ich mir nur selber sagen kann: schäm dich!
Ungefähr hat sie 2 Jahre lang Tagebuch geführt, bis ...

Die Verfasserin dieser Aufzeichnungen starb drei Wochen nach ihrem Entschluss, kein weiteres Tagebuch zu führen. Ihre Eltern kamen vom Kino nach Hause und fanden sie tot. Sie verständigten die Polizei und das Krankenhaus, aber es gab nichts, was man noch hätte tun können. War es eine zufällige Überdosis? Eine vorbedachte Überdosis? Niemand weiß es und eigentlich ist diese Frage nicht entscheidend. Wichtig bleibt, dass sie starb und dass sie unter Tausenden von Drogenopfern nur eines ist.

Mit diesem Text endete das Buch! ...

Fazit:
Auch wenn mich, wegen dem Schreibstil, die Geschichte nicht fesseln konnte, so hat sie mich doch tief berührt! Es war spannend, traurig und herzzerreißend. Alice ist mir, während des Lesens, wirklich ans Herz gewachsen und somit war es für mich um so trauriger. Und da ihr Tagebuch auch einigermaßen friedlich endet, war das eigentliche Ende ein noch viel tieferer Schock. Deshalb gebe ich diesem Buch ...

♥ ♥ ♥ ♥
4/5 Herzchen


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